Laitakaupungin valot.

Seltsam, dass es immer wieder Brüder gibt, die eine Leidenschaft für den gleichen Job teilen. Zuerst die Cohens, jetzt habe ich die Kaurismäkis entdeckt. Zuerst sah ich jetzt durch einen Zufall “L.A. without a map” von Mika Kaurismäki. Ein flottes 90er Jahre Roadmovie das vor allem wegen Vincent Gallo extrem viel Spaß macht!

Und jetzt ging ich wegen dem zweiten Kaurismäki im Reigen, Aki, ins Kino. “Lichter der Vorstadt” (die Homage an Charlie Chaplins “Lichter der Großsstadt” ist leicht zu erkennen) ist der letzte Teil einer Film-Triologie über existentielle Bedingungen. Die ersten beiden kenne ich nicht, habe ich noch nicht gesehen. Der letzte hat mir gefallen.

Auch wenn es ein bisschen schwierig ist, sich hinein zu finden in diese extrem reduzierte Welt des Films. Es wird wenig gesprochen, dafür viele Blicke ausgetauscht. Koistinen ist Nachtwächter, lebt sehr bescheiden in einer Einzimmerkellerwohnung, wird von den Kollegen gemobbt und träumt davon sich selbstständig zu machen. Ausgiebig wird gezeigt, wie er am Rande der Gesellschaft steht und sich auch immer wieder wie ein geschlagener Hund seinem Schicksal hingibt. Das löst in einem selbst Unverständnis aus – ist das nur noch unsinnig überzeichnet oder wird ein möglicher Gemütszustand gezeigt? Die Demütigung geht weiter – eine Verbrecherbande setzen eine blonde Frau auf Koistinen an um ihm zu beschatten um den Einbruch in einen Juwelierladen zu ermöglichen. Und Koistinen läuft wie ein Lamm zur Schlachtbank.

Der Film hat mich sehr verstört. Manchmal war ich mir nicht sicher, ob Koistinen nicht zu überzeichnet dargestellt wird. Manchmal mangelte es mir an Glaubwürdigkeit. Insgesamt glaube ich aber, dass man darüber nicht so viel nachdenken sollte. Man sollte sich diesen Film ansehen und sich einfach hinein fallen lassen in diese Welt.

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About Mardou
Hi! My name is Manuela Heidenreich but sometimes I'm Mardou around the web. I live in Vienna, work as a multimedia designer and try to be an illustrator in my spare time. This blog is about everything that fascinates me - no more, no less.

2 Responses to Laitakaupungin valot.

  1. Astrid says:

    klingt interessant… doch, was hat dieser film mit “lichter der großstadt” zu tun? kann ich nicht so ganz erkennen…

  2. Mardou says:

    Naja… alleine mal vom Titel her ist die Verwechslungsgefahr ja schon groß, also muss auch in gewisser Weise beabsichtigt sein.

    Ich habe selbst “Lichter der Großstadt” von Chaplin noch nicht gesehen, leider. Aber auf einigen Seiten wird der Bogen dazu gespannt.

    Siehe:
    http://www.filmstarts.de/kritiken/Lichter%20Der%20Vorstadt.html

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