Tag 26. (It’s the end…)

‘Tach! Der vierte Tag in Berlin ist angebrochen und am Ende desselben steht auch der Ende des Berlinaufenthalts sowie das Ende dieser Reise ansich…

Am ersten Tag hier ging’s gleich erstmal wie berichtet auf den Kudamm und anschließend in die Gedächtniskriche (in die Reste der alten, zerbombten, wie auch die Neue). Dann folgte natuerlich ein obligatorischer Besuch im Ka De We alias Kaufhaus des Westens was im Grunde Harrods auf Deutsch und im Endeffekt weniger spannend ist.

Weiter ging’s dann auf den Potsdammer Platz wo man sich mit der lieben Leni treffen wollte die sich mit voller Begeisterung als Reisefuehrer antrug! Am Potsdammer Platz ist halt alles komplett neu – riesige Glasgebäude, alles sehr schick und modern… hier soll eine neue Mitte entstehen – ob das funktioniert halte ich ja mal fuer eher unwahrscheinlich… das ganze wirkt etwas aufgezwungen und eben nun mal nicht von selbst gewachsten sondern hingestanzt. Dort fiel man sich aufjedenfall dann auch in die Arme und die wilde Reise mit Leni’s weissem Flitzer durch die Strassen von Berlin ging los!

Wir schritten durch das Holocaust Mahnmal, verloren dabei fast Sebastian, wir liefen hinter dem Brandenburger Tor lang bis zum Reichstag, begegneten einem selbstdarstellerischen Schwan auf der Spree, flitzten vorbei am Alexanderplatz, vorbei an den Hackischen Höfen, vorbei an tausend Dingen! Dann in den Prenzlberg und die Kastanienstrasse (wie wir uns sagen liessen auch als Castingstrasse bekannt ;o) ) und leckere Schamalaya (oder wie hiess das nochmal?) gegessen und bis 2 Uhr Morgens tratschen…

Heimfahren. Schlafen. Mit dem Aufstehen kämpfen. Los.

Treffen mit Leni im Cafe Balzac an der Schönhauserallee und dann auf mit dem Auto zum Alexanderplatz. Kämpfen mit Parkplatzirrsinn (50 Cent pro 15 Minuten), umparken und alles bestaunen. In Echt natuerlich alles ganz anders als man es sich vorgestellt hatte – kein riesiger Platz mit beeindruckender Weltzeituhr, keine schlichte DDR Romantik im großen und ganzen… Alles aufgerissen, Baustellen verseucht, alles zugebaut mit Zeugs wie McDonalds, Burger King und was weiß ich fuer Landplagen… Die Weltzeituhr steht winzig und fast unscheinbar darunter. Den Fernsehturm (liebevoll Telespargel genannt) kann man dann aber doch nicht uebersehen, also rein und rauf und einmal rum. Schön weil fuer Leni auch Premiere und generell beeindruckend das riesige Berlin aus der Luft zu sehen. Ungmöglich wars nur sich im Cafe eine Runde (oder neurdings sogar 2 Runden pro Stunde!) drehen zu lassen – eine lange Schlange aus Tanten und Omas hinderte uns daran. Wir also wieder runter und zu den Hackschen Höfen (Berlin ist bekannt fuer seine Innenhoefe!), weiter zur Spree – spontan auf ein Schiff aufgesprungen und eine Spreefahrt absolviert bis zum Zoo und wieder zurueck, vorbei am Reichstag, vorbei an der Charite, vorbei an der Museumsinsel. Wieder raus – lecker Eis im “Australien Homemade” geschleckt (das ist echt ein Traum!). Zurueck zum Auto und vorbei an der Eastside Galery, einem Rest der Berliner Mauer. Am Spreeufer sitzen und die Molecular Men angucken. Weiter nach Kreuzberg – Köfte im Brot essen, lecker! Noch kurz vor Ladenschluss bei Getränke Hoffmann reinstuerzen um Club Mathe zu ergattern um fitt zu bleiben fuer den Abend. Sabine abholen und ab zur Deutsch-Französischen Lesung bei Zadig. Raus und weiter zu Kiki Blofeld einem Club (Bar? oder wie sagt man da?) an der Spree mit Strand und Bootshaus und Bar und allem Drum und Drann! Durch Zufall noch eine Lesung im genannten Bootshaus erwischt also reinsetzen und zuhören. Ziemlich lustig! Dann noch an den Strand und gegen zwölf dann den Tag beenden… wir sind alle müde.

Wir haben also wahnsinnig viel erlebt in den letzten Tagen wie ihr seht mit Leni! Leni ist Profi wenn es heisst touristische Freunde durch die Stadt zu kutschieren und mal rumzuführen! Nochmal ein riesen Dankeschön an Dich Leni! Es war so klasse wie es rasant war! :o) Unvergesslich!!!

Gestern haben wir uns dann wieder allein auf die Socken gemacht. Erste Station – Besuch des Olympiastadions. Leider war ein Spiel abends und da konnte man dann nicht mehr rein deshalb. Darum wird das heute wohl nochmal nachgeholt. Zweite Station – schwelgen in Erinnerungen und deshalb Besuch in Pankow bei Tante Elses altem Haus und der Gegend in der Sebastian viel seiner Ferien in der DDR verbracht hat. Eine Wiese, ein Fußballplatz, ein Supermarkt – im Grunde alles noch genauso da, nur eben renoviert und doch anders. Dritte Station – Treffen mit Tante Uschi und Fuehrung durch die Bundestagsbibliothek. Lecker Abendessen, nochmal ein ausgedehnter Spaziergang zum Gendarmenmarkt und rundum und dann noch ein Tee in einer sehr gemuetlichen Teestube auf Kissen am Boden sitzend! Sehr schön! :o)

Und jetzt sitzen wir hier am Bahnhof, haben gerade unser Gepäck abgegeben (hier gibt es keine Schliessfächer, hier wird alles durchleuchtet und in einer Aufbewahrungsstelle verstaut), gefruehstueckt und benutzen wohl fuer das letzte Mal fuer lange Zeit das Service des Sidewalk Express der unsere Reise als Stamminternetcafe durch ganz Skandinavien begleitet hat! Gleich geht’s also nochmal zum Olympiastadion und dann ma’ gucken!

Und heute Nach 00:30 geht’s zurueck nach Krefeld. Und ich freu mich drauf! Endlich eine Waschmaschine! Endlich nicht mehr aus dem Rucksack leben! Endlich wieder daheim sein… ich ja noch nicht ganz daheim aber in einem Zwischendaheim! ;o)

Bis bald!

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About Mardou
Hi! My name is Manuela Heidenreich but sometimes I'm Mardou around the web. I live in Vienna, work as a multimedia designer and try to be an illustrator in my spare time. This blog is about everything that fascinates me - no more, no less.

One Response to Tag 26. (It’s the end…)

  1. Marion says:

    Don’t panic!

    Meine Erleichterung ist unermesslich: Ihr seid wieder sicher an den Gestaden der Heimat gelandet!
    Jetzt kann ich es euch ja sagen: Obwohl meine aufmunternden Kommentare zu euren Reiseerlebnissen stets nur so sprühten vor Frohsinn und Zuversicht, war meine Heiterkeit nur Staffage. In Wirklichkeit war ich nämlich nicht sicher, ob ich dein in allen Farben schillerndes Haar und Sebastians hehre Denkerstirn je wiedersehen würde. Es stand nur noch nicht fest, was euch eher dahinraffen würde – der geistige Verfall, ausgelöst durch den ständigen Wechsel von Sprachen, Bahnhöfen und Hotelzimmern, oder ein körperliches Gebrechen, hervorgerufen durch den übermäßigen Verzehr von Fischpudding.
    Und obwohl ihr euer Handtuch nicht mithattet (das Nützlichste, was ein Interrail-Reisender besitzen kann), seid ihr entgegen aller Wahrscheinlichkeit wohlbehalten in das heimelige Deutschland zurückgekehrt.
    Jetzt freuen wir uns schon auf ein Wiedersehen, um mit euch wieder einmal die große Frage nach dem Leben, dem Universum und allem zu diskutieren.

    Macht’s gut!

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