Poseidon.

Na gut. Ich hab’s getan. Ich hab mir “Poseidon” angeschaut. Es war nicht ganz freiwillig, aber grundsätzlich bin ich für Kino immer zu haben – im Notfall hat man wieder lange was zu lästern und das sollte man auch nicht unterschätzen!

Aber so schlimm war’s nicht mal. Wir waren nur zu dritt, hatten einen kompletten Kinosaal für uns allein und ein Wieselburger in den Händen was natürlich ideale Voraussetzungen für einen Film dieser Gewichtsklasse sind! Und irgendwie war’s dann nicht mal so schlimm. Natürlich kann man sich wunderbar in “Wer stirbt als nächstes?”-Spekulationen verlieren wie auch herrlich über USA-Helden-Schemata erfreun. Aber ich hab auch schon schlimmeres erlebt erinnere ich mich dunkel. Zumindest gab’s in “Titanic” dazumals ein paar schlimmere Dialoge. Andererseits ist “Titanic”, wenn wir uns schon am flachen Boden des Action-Kitsch-Kinos befinden, dann wieder insofern netter weil es eine Rundherum-Story gibt, mit der alten Lady die von früher erzählt und so. Das fehlt “Poseidon” total… keine Rückblenden, keine große Liebesgeschichte, keine großen Nebengeschichten überhaupt. Einfach nur laufen, schwimmen und tauchen was das Zeug hält – und das war’s dann auch schon wieder.

Vielleicht hat die Tatsache den Film auch doch etwas erträglicher gemacht. Naja. Insgesamt kein Film den man sehen muss ausser man braucht noch einen drifitigen Grund sich die nächsten drei Monate auf kein Schiff und vermutlich auch nicht mehr ins Meer zu wagen…

Achja – ein Schmankerl gibt’s da doch noch: Freddy Rodríguez, der in der wunderbaren HBO Serie “Six Feet Under” Frederico Diaz spielt, darf einen relativ namenlosen Küchengehilfen spielen der dann doch den liebevollen Spitznamen “Wegweiser” erhält und dann ganz bald auf untergehendens-Schiff-mäßig fiese Art das zeitliche segnen darf.

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About Mardou
Hi! My name is Manuela Heidenreich but sometimes I'm Mardou around the web. I live in Vienna, work as a multimedia designer and try to be an illustrator in my spare time. This blog is about everything that fascinates me - no more, no less.

3 Responses to Poseidon.

  1. Astrid says:

    wenn wir hier bei filmen sind… hm… dann muss ich unbedingt einen film empfehlen… wirklich…. ein unglaublich ehrlicher und wunderschöner film… nämlich: “wie im himmel”… war so verzaubert und richtig drinnen… hab die meiste zeit nur geweint…

  2. Mardou says:

    Ohja, von dem Film hab ich auch schon gehört! Ein skandinavischer Film ist das, gell? Werd ich mir aufjedenfall auch demnächst anschauen!! Und natürlich Taschentücher einstecken… :o)

  3. Astrid says:

    ja… ist ein skandinavischer film… mit skandinavischen filmen hab ich bis jetzt nur gute, berührende erfahrungen gemacht… diese ehrlichkeit, verzweiflung, einsamkeit ist immer so gut zu erkennen… wirklich richtig schön… und gänsehauttreibend…
    ja, unbedingt ansehen :)

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